Der musikalische Adventskalender 2016 – #6: Culture Vulture – Girls‘ Night

Was kann man von einer Combo mit Posaune, Gitarre und Schlagzeug aus der US-amerikanischen Provinz erwarten? Well, im Falle des Trios „Culture Vulture“ eine überraschende Mischung aus Math Rock, Jazz und Progressive Rock. Mathew Pelton, Nick Gilbert und James Webber stammen ursprünglich aus Los Angeles, sie leben und arbeiten aber in Savannah, Georgia (Savannah gilt als eine der schönsten Städte der USA, aber ich musste das auch in der Wikipedia nachschauen).
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Der musikalische Adventskalender 2016 – #5: Steve Ucello – Fire Times

Der kalifornische Kontrabassist, Gitarrist und Komponist Steve Uccello spielt eine überzeugende Mischung aus (leicht psychedelisch anmutendem) Jazz und Ambient. Dabei ist Uccello sowohl als Solist (wie auf seinem aktuellen Album „Omniform“), als auch als Bandleader wie beim heutigen Adventskalenderbeitrag „Fire Times“ aktiv. Auf dem Album glänzt der englische Bassist Steve Lawson, eine Ikone der Indie-Szene bei Bandcamp, als virtuoser und kreativer Fretless-Bassist. Vervollständigt wird das Quartett durch Dayan Kai (Keyboards, Drums) und Mike Shannon (Drums).

Funfact zum Cover-Image: „Uccello“ ist Italienisch und bedeutet „Vogel“. Der Käfig ist also eine verschmitzte Selbstreferenz.

Der musikalische Adventskalender 2016 – #4: Over The Rhine – Even The Snow Turns Blue

Darf es in Sachen Weihnachtsmusik bei euch durchaus auch etwas smooth-jazzig zugehen? Dann habe ich für euch einen sehr guten Tipp. Bereits 1996 veröffentlichte das in Ohio beheimatete Duo Over The Rhine sein erstes Weihnachtsalbum „The Darkest Night Of The Year“. Danach folgten noch zwei weitere weihnachtliche Alben: „Snow Angels“ (2006) und „Blood Oranges In The Snow“ (2014). Der Pianist Linford Detweiler und seine Ehefrau, die Sängerin und Gitarristin Karin Bergquist überzeugen durch einen relaxten, vielleicht etwas altmodischen Mix (in a good way) aus Pop und Jazz mit einem guten Schuss Blues, gepaart mit exzellenten Vocals.
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Der musikalische Adventskalender 2016 – #3: Ordinary Brainwash – #I’mNotAddicted

#I’mnotaddicted der polnischen Ein-Mann-Band Ordinary Brainwash ist ein Konzeptalbum in bester (neuer) New-Artrock-Tradition. Progrock-dt-ler Arne Caspari schreibt darüber: »[Das Konzeptalbum] trägt das Konzept über das Album hinaus: Social-Media-Kritik, nur echt mit Hashtag im Albumnamen, mit richtiger Hipster-Web2.0 Internetseite, #Fake- und #Fail-Buzzwording, Facebook-Bashing und der Aufforderung, sich von Facebook abzumelden, komplett mit „Delete My Facebook Account“-Convenience Button auf der Webseite. Da Facebook-Bashing ja mittlerweile so richtig Mainstream ist, ist das ganze ja eigentlich überhaupt nichts für mich, aber die Musik hört sich tatsächlich ganz gut an.«

In der Tat überzeugt das Album mehr durch seine musikalischen Referenzen an Riverside, Porcupine Tree & Co. als durch das auf Dauer angestrengte Konzept. Wie gut, dass man die Website nur einmal zum kostenlosen Download des Albums (erhältlich in vier Formaten: MP3, WAV, ALAC, FLAC!) besuchen muss.

http://www.getaddicted.blue/

Der musikalische Adventskalender 2016 – #2: Rïcïnn – Lïan

In der [progrock-dt] passend als »wilde Mischung aus Dead can Dance, Diamanda Galas, Metal, Oper, und Minimal Music« beschrieben (von Jürgen Kutschke) ist das Soloalbum „Lïan“ der Sängerin Rïcïnn (bürgerlich: Laure Le Prunenec) eines der besten Pay-what-you-want-Alben des Jahres. Leiser und eindringlicher als ihre Arbeit als Sängerin der französischen Avant-Metalband Öxxö Xööx (diese Namen!) entwickelt „Lïan“ eine düstere, hypnotisierende Wirkung, der man sich kaum entziehen kann. Pathos ohne Kitsch.

Der musikalische Adventskalender 2016 – #1: Sufjan Stevens – Silver & Gold (Noisetrade Sampler)

Ohne Vorplanung, einfach aus einem Impuls heraus möchte ich 2016 (mit eurer Hilfe, Vorschläge für kostenlose, prog-nahe Alben bei Bandcamp, Noisetrade et. nehme ich gerne in den Kommentaren unten entgegen) 24 lohnenswerte musikalische Geschenke für euch finden. Hinter dem ersten „Türchen“ versteckt sich heute ein Dauerbrenner meiner alljährlichen Weihnachtsempfehlungen: Ein 12-Track-Sampler aus Sufjan Stevens‘ unerreichter Low-Fi-Weihnachtssammlung „Silver & Gold“ aus dem Jahre 2012. Bescheiden, albern, bombastisch, aufgedreht, niedlich, verspielt, melancholisch. Und ja, ein echtes Einhorn ist auch dabei.

http://noisetrade.com/sufjanstevens/silver-gold-noisetrade-holiday-sampler
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Opeth landet Nummer-1-Album in Deutschland

Ich muss zugeben, ich hielt es für einen Witz, als ich zum ersten Mal darüber las aber es ist wahr: Das neue Opeth-Album „Sorceress“ ist die neue Nummer Eins der deutschen Album-Charts (KW 42, ab dem 7.10.2016):

Daraus folgt, dass sich der angestrebten Wiedererlangung der Weltherrschaft des Progs nicht mehr in den Weg stellen kann.

Das Opeth-Album „Sorceress“ ist am 30. September als CD, Vinyl und Download erschienen und kann unter anderem bei amazon.de und jpc.de erworben werden.


Anmerkung: Die angegebenen Links zu Amazon und JPC sind sogenannte „Affiliate Links“. Von den Verkäufen, die über diese Links generiert werden, wird ein geringer Prozentsatz (natürlich ohne Aufpreis) auf das Konto des Autoren gutgeschrieben. Mit dem so eingenommenen Geld versuche ich die laufenden Kosten für die Website zu finanzieren. Außerdem habe ich bei Überschüssen vor den Blogautoren zumindest gelgentlich eine kleine Aufwandsentschädigung für ihre Artikel zukommen zu lassen. Selbstverständlich steht es jeden Besucher frei, diese Links zu nutzen oder die ID-Tag am Ende des Links „wegzukürzen“ oder die CDs in anderen Shops oder bei lokalen Händeln zu kaufen.