Der musikalische Adventskalender 2017 – Tag 18: Barrows – Obsidion #progadvent2017

Der heutige Adventskalenderbeitrag ist mein persönlicher Anwärter auf das beste Instrumentalrock-Album des Jahres 2017. Der Band Barrows gelingt es, ganz ohne Worte, eine von den ersten Takten an fesselnde Geschichte zu erzählen. Musikalisch bewegt es sich zwischen Psychedelic-, Space- und Postrock. Gemastert wurde das Ganze übrigens von Grobschnitt-Soundingenieur Eroc.

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Der musikalische Adventskalender 2017 – Tag 17: Kings of Improg – Henosis #progadvent2017

Prog aus Südafrika bekommt man ja nicht jeden Tag zu Ohren. Heute sogar zum „Name your price“ (und wie immer freut sich die Band gewiss über eine kleine Spende). Kollege Mirko schreibt zum Album „Henosis“:

Die Kings of Improg sind eine instrumentale Progrock-Band aus Benoni in Südafrika mit starken Bezügen zum Metal und Postrock. Die Truppe hat sich ursprünglich aus einer Jam-Sesson entwickelt. Wer jetzt an langweiliges Improvisations-Gedudel denkt, kann jedoch beruhigt aufatmen: Das Album bietet strukturierte, melodische, aber auch härtere Songs, denen man teilweise noch (im positiven Sinne) den Jam-Charakter anmerkt.

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Der musikalische Adventskalender 2017 – Tag 11: Dye by the Sword – The Bats #progadvent2017

Wir starten in die dritte Adventswoche mit dem Album „The Bats“ der Kanadier Dye by the Sword. Wunderschöne Gitarrenmelodien verweben Shoegazing mit Postrock und Dreampop Elementen. Wem dieses Album gefällt, der sollte auch unbedingt in den Vorgänger „Lanterns“ reinhören, das wie „The Bats“ als „Name-Your-Price“-Download auf Bandcamp verfügbar ist.

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Der musikalische Adventskalender 2017 – Tag 10: iamthemorning – ~ #progadvent2017

Der heutige Adventskalender-Beitrag kommt wieder von unserem Mitarbeiter Mirko Sonsala, dem Spezialisten für besondere Entdeckungen. Zum heutigen Tipp schreibt er:

Zum 2. Advent geht es etwas ruhiger zu. Das russische Duo iamthemorning dürfte einigen Prog-Fans bereits bekannt sein. Ihr erstes Album „~“ gibt es nun zum „Name your Price“-Download. Das Album bietet zerbrechlichen und filigranen Chamber Prog mit Neoclassical-Elementen und poppigen Momenten, dominiert von Klavier, Violine und dem Sopran der Sängerin Marjana Semkina.

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Der musikalische Adventskalender 2017 – Tag 7: Baoba Stereo Club – Lesteoeste #progadvent2017

Der heutige Adventskalender-Beitrag kommt von unserem Mitarbeiter Mirko Sonsala, der sich bereits im letzten Jahr als „Trüffelschwein“ für besondere Entdeckungen einen hervorragenden Ruf im Adventskalender-Team erworben hat. Zum heutigen Tipp schreibt er:

Freunde minimalistischer Musik aufgepasst: Wer wie ich schon auf das nächste Sonar-Album mit David Torn wartet, kann die Zeit vielleicht mit dieser Veröffentlichung überbrücken. Baoba Stereo Club sind ein Ensemble aus Brasilien, das instrumentale Stücke im Spannungsfeld von Jazz und Post-Rock spielt. Die Musik ist kühl, aber sie groovt!

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Der musikalische Adventskalender 2017 – Tag 5: Blueneck/Forty Mile Ground – The Outpost · Reconstructed #progadvent2017

Bereits im letztjährigen Adventskalender wurde die aus Bristol stammende Postrock/Artpop-Duo Blueneck vorgestellt. Sie verbinden düstere Melodien mit bittersüßer Melancholie zu einem verdichtet-intensiven Sound. Anlässlich des ersten Jahrestages ihres letzten regulären Studioalbums „The Outpost“ haben sie eine Remix-Ausgabe der Produktion als Name-your-Price-Download veröffentlicht. Dem originalen Material wurde vom Produzenten und Remix-Spezialisten Forty Mile Ground ein Retro-Achtziger-Sound verpasst. Das Ergebnis ist eine überraschend neue und überraschend musikalische Lesart des sehr empfehlenswerten Originalalbums.

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Der musikalische Adventskalender 2017 – Tag 2: Pequeno Céu – Praia Vermelha #progadvent2017

Der proggige Advents-Engel hat hinter dem heutigen Türchen brasilianischen Prog-Fusion-Jazz mit schön verwobenen Post-Rock, Psychedelic- und Math-Rock-Elementen versteckt. Viel Spaß mit diesem wunderbaren Einstieg ins erste Adventswochenende!

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Der musikalische Adventskalender 2017 – Tag 1: A Troop of Echoes – Days in Automation #progadvent2017

Hinter unserem ersten musikalischen Adventskalendertürchen für dieses Jahr verbirgt sich das Debütalbum der Gruppe A Troops of Echoes „Days in Automation“. Die Nordost-Amerikaner spielen kraftvollen Rock, der sich durch das Saxofon als Leitstimme auszeichnet. Der reichliche Einsatz von Moog-Synthesizern sollte das Album auch für eingefleischte Progger zugänglich machen.

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Über den Tellerrand gehört 02/2017

Teil zwei meiner genreüberschreitenden „Über den Tellerrand gehört“-Reihe und schon wird es unerwartet emotional: Während das Ableben diverser gealterter Musikgrößen mich noch recht kalt lässt, so ist halt der natürliche Lauf der Dinge, hat mich die Nachricht vom unerwarteten Tod unseres musikalischen Mitstreiters und Freundes Thomas Kohlruß sehr betroffen gemacht. In unserem Babyblaue-Seiten- und [progrock-dt]-Mikrokosmos hinterlässt er eine kaum zu füllende Lücke, auch wenn dies nur eine Nichtigkeit im Vergleich zu dem Verlust ist, den seine geliebte Familie erleiden muss.

Sein Facebook Konto wurde mittlerweile deaktiviert oder gelöscht und somit ist vieles von dem, was Thomas mit uns geteilt hat, gewollt oder ungewollt, verschwunden. Seine Diskussionsbeiträge sind ebenso im digitalen Nirvana verschwunden wie seine Freitags-Playlisten (eine Zusammenfassung der in der vergangenen Woche gehörten Alben mit kurzen Einführungen, Anm. d. Red.), die für mich stets eine ergiebige Quelle für neu zu entdeckende Musik waren.

In den Tagen nach Thomas‘ Tod war ich, im wahrsten Wortsinne, sprachlos. Da ich ihm überaus dankbar für die Zeit bin, während der ich seinen Rezensionen und Beiträgen folgen durfte und während der ich mich mit ihm austauschen durfte, ist es mir wichtig, ihm diesen Beitrag zu widmen. Es folgt also eine Sammlung von Musikalben, die ich auf die eine oder andere Weise mit Thomas verbinde und ich stelle mir dabei vor, dass er mit all unseren bereits von uns gegangenen Musikikonen auf einer Wolke sitzt und sich über einen göttlichen Internetzugang weiter mit der Musik beschäftigen kann, die wir alle so lieben.
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Über den Tellerrand gehört – 01/2017

Prog? Das ist doch diese Musikrichtung, in die man bestimmte Musik bis Ende der 70er Jahre noch halbwegs treffsicher einordnen kann. Seitdem jeder Amateurmusiker sein Werk im Alleingang produzieren und auf Plattformen wie Bandcamp vertreiben kann ist eine solche Zuordnung deutlich schwieriger geworden: An jedem zweiten Album klebt das virtuelle „progressive“-Etikett dran, meistens verbunden mit einer langen Aufzählung an sonstigen, sich widersprechenden Genre-Bezeichnungen.

Bandcamp LogoEiner Art Bandcamp-Trüffelschwein gleich durchwühle ich regelmäßig den riesigen – und stetig wachsenden – Fundus dieser Plattform um aus diesem Wust die – zumindest für mich – spannendste Musik hervorzugraben, wobei oben genannte Genre-Etiketten, die dort jedem Album verpasst werden, allenfalls noch der groben Orientierung dienen. Das Ergebnis ist regelmäßig eine Liste von Alben, die so ziemlich jedem Genre zuzuordnen sind – außer „Prog“.

Für alle Proggerinnen und Progger mit offenen Ohren für genreüberschreitende Musik werde ich diese Liste fortan an jedem letzten Sonntag im Monat hier im Blog veröffentlichen, versehen mit ein paar warmen Worten – und eigenen, mitunter selbst erfundenen Genre-Etiketten.

So folgt hier also die erste „Über den Tellerrand gehört“-Liste:
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