Zum Jahresende: Kostenlose Label-Sampler zum Download

Das kalendarische Jahr neigt sich dem Ende entgegen, das musikalische ist längst vorüber. Kein Label wird wohl zwischen den Jahren noch ein Album veröffentlichen, dass dann zwischen der noch nicht ganz verdauten Weihnachtsgans und dem Silvester-Feuerwerk untergehen wird.

Zwei unserer Lieblings-Plattenfirmen beschenken allerdings die Musikfans zum Jahresabschluss mit kostenlosen* Label-Samplern, die einen guten Überblick über ihre jeweiligen Veröffentlichungen 2017 geben.

Das US-amerikanische Label Cuneiform steht seit vielen Jahren für kompromisslose Veröffentlichungen abseits des Mainstreams. Die Schwerpunkte legen sie auf (Avant-) Prog und innovativen Jazz. Der aktuelle Label-Sampler ist dementsprechend prallgefüllt mit ihren Highlights des Jahres von Bubblemath, Art Zoyd, Miriodor, Thinking Plague, The Ed Palermo Big Band, Cheer-Accident usw.

Art as Catharsis, unser australisches Lieblingslabel, ist bekannt für seine experimentellen, oft drastischen Releases zwischen Noise, Doom Metal, Postrock und Chamber Rock/Jazz/Metal. Viele AaC-Alben sind als Name-your-price-Downloads erhältlich, nicht wenige ihrer Titel haben wir in unserem Adventskalender und in Arnes Tellerrand-Kolumne gefeatured: Zeitgeber, Hinterlandt, Milton Man Gogh, Siberian Hell Sounds, Opium Eater u. v. m.

Wer es experimentell und ungewöhnlich mag, kommt an Cuneiform und Art as Catharsis nicht vorbei. Kennt ihr noch mehr kostenlose Label-Sampler dieser Art, die das vergangene Jahr eines Labels zusammenfassen? Dann schreibt eure(n) Tipp(s) in die Kommentare.

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* Natürlich freuen sie sich dennoch über einen kleinen Obolus, der die Kosten deckt.

Gewinne eine von drei O.R.k.-CDs „Soul of an Octopus“

Vor wenigen Tagen erschien das zweite Album der multinationalen, hochkarätig besetzten Formation O.R.k. „Soul of an Octopus“. Die Band besteht aus dem Drummer par excellence Pat Mastelotto (King Crimson, Stick Men), Colin Edwin (Ex-Porcupine Tree) am Bass, dem Gitarristen Carmelo Pipitone (von der italienischen Folkrock-Band Marta sui Tubi) und dem Sänger Lorenzo Esposito Fornasari aka LEF (bekannt durch seine Zusammenarbeit mit  Bill Laswell, Nils Petter Molvær, Eivind Aarset, Giovanni Lindo Ferretti, Markus Stockhausen und den Bands Transgender und Owls).

Auf „Soul of an Octopus“ verknüpft das Quartett düstere, latent aggressiv anmutende Elemente des Progressive Rock mit komplexen, songorientierten Strukturen. O.R.k. holen sich ihre Anleihen bei King Crimson, David Sylvian, Porcupine Tree, den Beatles und dem ungeschliffenen Grunge-Sound der frühen Soundgarden und schaffen daraus einen sehr eigenen, mitreißenden Sound.

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2016 in music, die Favoriten der Redaktion: Arnes Top-30-Liste

Nach uralter, seit Generationen überlieferter [progrock-dt] Tradition werden am letzten Tag des Jahres die Listen mit den besten Alben des Jahres am Lagerfeuer unter Proggern weitergereicht. Doch wir schreiben mittlerweile das Jahr 2016, das Lagerfeuer wurde durch ein modernes Blog ersetzt und so erscheint sie heute hier:

Meine Liste der Alben des Jahres 2016. Mehr oder weniger willkürlich beschränkt auf 30 Stück und – bis auf die TOP 3 – mehr oder weniger willkürlich in der Reihenfolge, dafür aber mehr oder weniger thematisch sortiert.

Ich wünsche allen Proggern und Nicht-Proggern ein friedliches, musikreiches, erfolgreiches, abwechslungsreiches, sinnerfülltes, sorgenfreies und glückliches Jahr 2016… äh… 2017.

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2016 in music, die Favoriten der Redaktion: Sal’s Top-25-Liste

Album des Jahres:

David Bowie – Blackstar (bei amazon.de | bei jpc.de)

Nein wirklich, da kann es keinen Zweifel geben. Mein Album des Jahres erschien bereits am 8. Januar und es wäre auch mein Album des Jahres geworden, wenn the thin white duke nicht gestorben wäre. Es ist das erste Bowie-Album seit Urzeiten, dass ich von Anfang bis Ende liebe (ich war ja bekennender Bowie-Skeptiker): Düster, dystopisch, todesahnend, dazu Gesang, der so intensiv wie sonst nur der von Scott Walker oder Peter Hammill ist (aber eben ganz anders). Musik, die die Grenzen zwischen Artpop, Jazz und Prog auflöst und gleichzeitig erweitert, ein kompromissloses Meisterwerk eines Ausnahmekünstlers, der sich am Ende seiner Karriere nichts mehr beweisen musste.
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